Kraftfuttereffizienz

Definition

  • Verhältnis der aufgenommenen Kraftfuttermenge (aus der TMR und den KF-Abrufstationen, in kg TS) in Bezug auf die produzierte Milchmenge (in kg ECM).
  • Kennzahl zur Beurteilung des notwendigen Kraftfutteraufwands zur Produktion von 1 kg ECM.

Anwendung

  • Im Herdenschnitt wird als Zielwert für die Kraftfuttereffizienz häufig ein Wert von unter 0,3 kg KF / kg ECM angegeben.
  • Werte über 0,35 g KF / kg ECM deuten darauf hin, dass die Kühe das Futter nicht gut in Milch umsetzen können, beispielsweise aufgrund niedriger Futteraufnahme oder schlechter Grundfutterqualität.
  • Werte unter 0,30 g KF / kg ECM weisen auf eine gute Umsetzung des Futters in Milch und gleichzeitig eine gute Grundfutterqualität hin.
  • Unsere Projektbetriebe erzielten im Mittel eine Kraftfuttereffizienz von 0,28 kg KF / kg ECM.

Einflussfaktoren

  • Futterqualität v. a. bei Grundfutter: Bei verringerter Grundfutterqualität oder Knappheit wird die Gesamtration bestmöglich durch einen (oftmals) erhöhten Kraftfuttereinsatz optimiert. Dadurch wird keine optimale Kraftfuttereffizienz erreicht. Die Effizienzen sind daher im Rahmen der individuellen betrieblichen Gegebenheiten stets zu optimieren
  • Milchmenge
  • Persistenz
  • Optimale Futteraufnahme (Futtertisch-/Fressplatzbeschaffenheit; Tier- Fressplatzverhältnis; Futterverfügbarkeit, Häufigkeit des Ranschiebens)

Berechnung

Beispielrechnung